Mit nur einem Punkt als Tabellenletzter stand die Erste des GSV in den Heimspielen gegen Marburg und Freigericht unter dem Druck, dringend die ersten Siege einzufahren, um den Anschluss an die anderen Teams in der Liga nicht zu verlieren. Das Team wusste um die Situation, aber auch darum, dass ihr Niveau gut genug ist, um in der Liga zu bestehen. Es ist eine Mentalitätsfrage, die an diesem Wochenende beantwortet werden musste. 

Gegen Marburg setzte Trainer Schüring auf Aufschlagshärte und gute Blockarbeit. Der Plan ging voll auf. Marburg hatte erhebliche Probleme im Spielaufbau und die GSV Mädels konnten durch guten Block und Feldabwehr glänzen. Daneben überzegten vor allem Annika Grubbe und Libera Nadja Funk mit solider Annahme. Der erstmals richtig durchschlagskräftige Angriff der Gießenerinnen, bei denen Loreen Königer im Zuspiel diesmal überzeugen konnte, war für die Marburgerinnen nicht zu verteidigen. Satz 1 und 2 gingen mit 25:15 und 25:16 deutlich an den GSV. In Satz 3 dann kamen bei Gießen kleine Unkonzentriertheiten vor, so dass Marburg zunächst bis 6:8 immer führte. Trainer Schüring versuchte mit einem Doppelwechsel einen neuen Impuls zu setzen. Was er erreichte, war das Gegenteil - das Team wurde vollkommen verunsichert. Marburg nutzte dies und ging mit 8:15 in Führung. Nach Rückwechsel startete Gießen mit starker Moral und der bewährten Spielstrategie der ersten beiden Sätze eine Aufholjagd. Francis Scholz machte dabei ihr bisher bestes Spiel im Trikot der Schwimmerinnen. Nervenstark fuhr man mit 29:27 den ersten Saisonsieg ein. 

Gegen Freigericht mussten die GSV-erinnen dann ohne Libera Funk auskommen, die aus familiären Gründen fehlte. Durch die Hereinnahme zweier in der Annahme guter Spielerinnen, Linn Pirker und Britta Hinneberg, wollte Schüring den Ausfall möglichst kompensieren. Dies funktionierte leider in den ersten beiden Sätzen noch gar nicht gut. Es fehlte die ordnende Hand der Libera und die Verantwortung für Bälle war zu spät klar. Die Sätze 1 und 2 spielte Freigericht frech auf und punktete auch immer wieder über Position 4. Mit der Hereinnahme von Tina Schmidt stärkte der Coach beim GSV die Angriffspower und gab neue Anweisungen für Aufschlag und Blockspiel. Plötzlich spielten die Gießener Frauen wie im Rausch und ließen Freigericht keine Luft zum atmen. Satz 3 und 4 gingen mit 25:13 und 25:16 klar an den GSV. Auch im Tiebreak blieb sich Gießen treu und dominierte das Spiel zum 15:9. Mit diesen zwei Siegen konnte man das Tabellenende verlassen und fährt guten Mutes zum letzten Vorrundenspiel nach Kassel.

 

Es spielten:
Daniel, Debus, Funk, Grubbe, Hinneberg, Königer, Moro, Pirker, Schmidt,
Scholz, Weigel

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